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Marianne Nimsch, DIAMIR Erlebnisreisen

DIAMIR-Expertin Marianne Nimsch berichtet – April bis Juni 2011

Namaste! Von April bis Juni 2011 habe ich die nepalesische Familie des Kathmandu View Hotels in Kathmandu bei ihren Aufgaben unterstützt. Ich war unter anderem als direkte Ansprechpartnerin für die Reisegruppen von DIAMIR Erlebnisreisen tätig. Hier finden Sie aktuelle Informationen und Highlights von Trekking-Gruppen aus Nepal.

Montag, 11. April 2011

Trotz langer Anreise nach Kathmandu begleitete ich am Abend eine Gruppe von DIAMIR Erlebnisreisen beim Abschiedsessen, welche zwei Wochen lang einen Teil von Nordindien und Nepal kennengelernt haben. Von der indischen Hauptstadt Delhi, sowie dem weltberühmten Taj Mahal in Agra bis hin ins Kathmandu-Tal in Nepal hat die Reisegruppe eindrucksvolle Erlebnisse gesammelt. Mit vielen unvergesslichen Eindrücken, Begegnungen und Erlebnissen geht auch für diese Gruppe eine lange Reise zu Ende.

Viele Grüβe aus Kathmandu, Marianne

Montag, 18. April 2011

Gestern habe ich mich einer Gruppe, die 16 Tage durch zwei Khumbu-Täler bis zum Mount-Everest-Basislager gelaufen ist, bei ihrer Besichtigungstour durch Kathmandu angeschlossen. Die von einem nepalesischen Reiseleiter deutschsprachig geführte Besichtigungstour durch Kathmandu, führte uns vom hinduistischen Pashupatinah Tempel, weiter zur bekannten Boudhanath Stupa bis hin zum Swoyambhunath.

Das Wetter in Kathmandu ist zur Zeit diesig und der Himmel verhangen. Trotzdem gibt es zwischendurch immer wieder Sonnenschein, so dass es tagsüber meistens sehr warm ist.

Viele Grüβe, Marianne

Montag, 25. April 2011

Für viele stellt sich die Frage wie ein Arbeitsalltag in Kathmandu aussieht. Bis auf das nepalesische Essen, das milde Klima, die fremde Sprache und einen anderen Arbeitsrhythmus läuft es hier ähnlich wie in Deutschland oder anderen Ländern. Die Beziehung zu der nepalesischen Familie sowie zu den Kollegen beruht nicht nur auf geschäftlicher Ebene. Ganz im Gegenteil, hier bekommt man das Gefühl, dass man zur Familie dazu gehört. Meine Mittagspausen verbringe ich immer wieder mal im Haus der nepalesischen Familie bei einem heiβen “Nepali-Tea”. An manch ruhigen Abenden sitze ich mit Pema, der Hotelmanagerin, zusammen. Bei einer Tasse Gingertee und Kerzenschein plaudern wir über alles Mögliche und können für ein paar Stunden den Arbeitsalltag vergessen.

Die Arbeit im Hotel ist sehr abwechslungsreich. Es gibt Tage, da verbringe ich viel Zeit auf dem Flughafen und warte auf neue Trekkinggruppen. An anderen Tagen suche ich das Gespräch mit unseren Gästen und verbringe zusammen mit Ihnen einen interessanten Abend. Viele Trekkingteilnehmer sind voller Vorfreude, können es kaum erwarten aus der quirligen Stadt in die Berge zukommen. Andere Teilnehmer kommen mit eindrucksvollen Erlebnissen aus dem Himalaya zurück und freuen sich einfach über eine heiβe Dusche.
Viel Zeit verbringe ich auch beim Schreiben von Berichten oder führen von Gesprächen mit unseren Guides. Mit Mingmar, dem Chef der Agentur hier vor Ort, arbeite ich tagtäglich zusammen. Von seiner langjährigen Erfahrung in dem Himalaya kann ich sehr oft profitieren. Wenn es um die Veränderung eines Tourenverlaufs geht oder die Entwicklung eines neuen Produktes, z.B. Trekking in Komfortlodges, ist er immer eine groβe Hilfe und hat die passende Lösung parat.

Manchmal kündigt sich meine Arbeit spontan an. Da kommt es schon mal vor, dass Mingmar anfragt ob ich jetzt mit einem unserer Guides ein deutsches Interview führen kann oder mich auch Gäste fragen, wie sie am schnellsten den Weg zum Touristenviertel Thamel finden. Schnell finden sich ein paar Neugierige zusammen um Thamel zu entdecken und durch die Gassen zu bummeln. Das eine oder andere gemütliche Restaurant kenn ich nun auch schon, so dass man hier nach 3 Wochen Trekking in den Bergen und Dal Bat auch mal einen richtigen leckeren Burger oder eine Pizza bekommen kann.

Ich kann mich auf keinen Fall beklagen. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und jeden Tag erwartet mich etwas Neues.

Dienstag, 10. Mai 2011

Für ein paar Tage ging es mit Uwe und Ramona in den Chitwan Nationalpark. Voller Vorfreude und endlich für eine paar Tage frische Luft und Natur fuhren wir auf einer sehr hohen Bergstraβe 170km in den Chitwan. Für die 170km haben wir ungefähr 5 Stunden benötigt.

Die Sensation des Chitwan Nationalparks sind die Panzernashörner, die im Schilf von Führern aufgesucht werden und natürlich die Elefantensafaris.

Am nächsten Morgen ging es mit einer Kanutour los. Das Kanu, welches aus einem Baumstamm angertigt wurde, war eine ganz schöne wackelige Angelegeheit. Nachdem wir nach einer Stunde unseren Anlegeplatz erreicht hatten, ging es gleich weiter zu unserer nächsten Tagesexpedition. Es ging in den dichten Dschungel. Noch kurz eine Sicherheitseinweisung – das Nashörner zwar selten, aber manchmal doch angreifen – und los ging es. Wir bekommen einiges zu sehen: Adler, Pfauen, Käfer, Eisvögel, ein paar Rehe und Hirsche, ein Krokodil, aber leider kein Nashorn. Unser Weg führte uns durch den Dschungel durch 3m hohes Schilf und am Ende mussten wir den Raptifluss überqueren. Das war schon sehr lustig, aber auch irgendwie mulmig, wenn man bedenkt das man im nächsten Augenblick vor einem Nashorn stehen könnte. Sofern dieser Fall eingetreten wäre, sollte man einfach im Zick-Zack laufen, da Nashörner schlecht sehen können. Wegrennen sollte man auf keinen Fall, da Nashörner schneller als Menschen sind. Der Reiseleiter kann somit auch nicht unbedingt helfen. Man geht also auf eigenes Risiko.

Am Nachmittag haben wir an einem Elefantenritt teilgenommen. Es ist wirklich unglaublich durch welches Gelände man mit einem Elefant gehen kann. Zwei Stunden haben wir zu viert in einem Korb auf dem Elefanten gesessen und versuchen Nashörner aufzustöbern. Wir haben schon gar nicht mehr daran geglaubt. Am Ende waren sie dann endlich – zwei Nashörner und wir haben sie ganz nah sehen können. Die Wahrscheinlichkeit lieht bei 50%, dass man ein Nashorn sieht. Wir hatten einfach Glück. Die Safari hat wahnsinnig viel Spass gemacht, aber nach zwei Stunden zu viert in einem engen Korb waren wir dann froh wieder festen Boden unter unseren Füßen zu haben.
Uwe hat am darauffolgenden Tag mit dem gröβten Lebewesen zusammen im Raptifluss gebadet. Es war so lustig wie der Elefant mit seinem Rüssel sein Wasser-Rotzgemisch in das Gesicht von Uwe spritzte.

Den sogennanten Bengaltiger, der seine Heimat auch im Chitwan Nationalpark hat, sieht man nur sehr selten. Auβerdem gibt es jede Menge Vogel- und Schmetterlingsarten sowie viel andere Tiere.

Nach zwei Tagen im Dschungel ging es dann noch zum regionalen Kulturprogramm. Am Abend zeigten tanzende Männer zu regionaler Musik ein Showprogramm.

Die Zeit im Dschungel verging sehr schnell. Ein Besuch des Chitwan Nartionalparks darf eigentlich bei einem Nepalaufenthalt nicht fehlen. Es war wirklich super schön und Ramona und Uwe hat es auch sehr gefallen. Die Beiden sitzen nun schon wieder im Flugzeug nach Deutschland, während dem ich hier wieder meiner Arbeit nachgehe.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Immer wieder sieht man endlose lange Schlangen von Taxis, Bussen und Motorrädern an Kathmandu’s Tankstellen. Das Problem liegt an der Benzinknappheit in Nepal – da hilft auch kein Hupen, sondern nur Geduld! Im Moment wird das Benzin aus Indien bezogen. Die Einzigen die, die direkt Benzin beziehen können, sind die Regierungsmitglieder – der Rest muss sich eben anstellen!

Ansonsten spielt das Wetter im Moment in Kathmandu ganz schön verrückt. Man kann bereits von Monsun sprechen. Seit Anfang Mai ist bereits jede Menge Regen gefallen und Wetterexperten sprechen von der regenreichsten Zeit seit 3 Jahren.
Morgens ist es meistens schon bewölkt und schwül. Über den Tag bilden sich dann dunkle, schwarze Gewitterwolken und am Abend setzen starker Regen und Windböen ein, die den trockenen Staub aufwirbeln.

Ich hoffe, dass der Regen in den nächsten 10 Tagen ein bisschen nachlässt, da ich vor meiner Abreise nach Deutschland das Langtangtrekking machen werde.

Sonntag, 15. Mai 2011

In den letzten Wochen kam es immer mehr zu Streiks und Demonstrationen im ganzen Land. Grund ist die Verabschiedung der neuen Verfassung, die man am 28. Mai durchführen will. Oft werden Straβenblockaden und Streiks sehr kurzfristig angekündigt bzw. die Straβen bleiben Autofrei und Geschäfte geschlossen.

So waren wir, Jiba Sherpa und ich heute von den Auswirkungen der poltischen Spannungen direkt betroffen.
Pünktlich 7 Uhr waren wir beide heute auf dem Busparkplatz um in das Langtanggebiet zufahren. Eine Stunde haben wir auf einen Bus gewartet. Vergebens! Mit unserem Gepäck ging es direkt wieder in das Kathmandu View Hotel zurück, wo Pema schon auf uns wartete. Sie hat es uns gestern noch prophezeit!!

Nichtsdestotrotz ging es dann heut‘ mit Steffen, Kathrin, Mingmar und Pema in den Delima Garden zum Mittagessen.

Morgen früh fahren wir dann hoffentlich nach Dhunche, zu unserem Ausgangspunkt des Langtangtrekkings. Von dort geht’s für 10 Tage nur noch zu Fuß weiter. Ich freu mich und endlich kann ich die Gipfel des Himalaya hautnah erleben! Tashi delek!

Freitag, 27. Mai 2011

Liebe Nepalreisende,

nachdem ich zwei Monate die Saison in Kathmandu betreut habe und Ansprechpartnerin für unsere DIAMIR-Kunden war, hatte ich nun endlich auch die Gelegenheit für acht Tage das Langtangtrekking zumachen. Meine Tour führte mich zu den heiligen Seen von Gosainkund – ein eher wenig begangenes Trekkingebiet, welches aber zu den lohnendsten Zielen von Nepal gehört. Trotz Schweiβtreiben und Anstrengung wurde ich durch die einzigartige und faszinierende Landschaft sowie durch freundliche Menschen entschädigt. Mit unvergesslichen, traumhaften Erlebnissen und Eindrücken geht eine aufregende Zeit für mich zu Ende. Nepal ist ein fantastisches Reiseland.

Erlebt Nepal und lernt das einfache Leben im Einklang mit der Natur und die spirituelle Herzlichkeit der Menschen kennen! Viele Grüße, Marianne Nimsch