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Gesundheit auf Reisen – Impfungen und Reiseapotheke

Nepal ist in Sachen Gesundheit in der Regel recht sicher. Dennoch gibt es gesundheitliche Risiken, denen Teilnehmer einer Reise durch Nepal durchaus ausgesetzt sein können. Daher sollten sowohl vor als auch während der Reise ein paar Dinge Beachtung finden, um diesen Risiken gezielt vorzubeugen. Da sich die Gesundheitslage vor Ort in Nepal jederzeit ändern kann, wird ein Besuch beim Haus- bzw. Tropenarzt dringend empfohlen. Nur dieser kann Sie umfassend und fachkundig beraten.

In einigen Gebieten Nepals sind beispielsweise verschiedene Tropenkrankheiten anzutreffen, vor denen man sich in Form einer Impfung oder gar in Form von Verhaltensregeln schützen kann. In den Gebirgsregionen haben Reisende dafür wieder mit einer ganz anderen Herausforderung zu kämpfen, der Höhenkrankheit.

Bitte beachten Sie auch die nachfolgenden allgemeinen Empfehlungen, die auf der langjährigen Erfahrung unserer Reise-Spezialisten beruhen und einen ersten Überblick bieten. Sie ersetzen jedoch keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes.

Vor der Reise

Welche Impfungen werden für Nepal empfohlen?

Um nach Nepal einreisen zu können, wird der Besitz eines internationalen Impfausweises nicht vorgeschrieben, allerdings ist es sicherlich kein Nachteil für den absoluten Notfall einen Nachweis gültiger Impfungen mit sich zu führen. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Reiseplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. die volle Wirksamkeit der Immunisierung einige Zeit in Anspruch nimmt. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Für Nepal Reisen sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen werden allerdings die üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus, die im Erwachsenenalter alle 10 Jahre wieder aufgefrischt werden sollten.

Weiterhin sind auch Impfungen gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B zu empfehlen.

Impfungen gegen Tollwut, Typhus, Japanische Enzephalitis und Gelbfieber (nur bei Einreise aus einem Risikoland vorgeschrieben) sind nicht zwingend erforderlich und sind lediglich bei längeren Aufenthalten empfehlenswert. Lassen Sie sich dazu bitte individuell von Ihrem Arzt beraten.

Warum ist vor Reiseantritt eine zahnärztliche Untersuchung sinnvoll?

Bereits einige Wochen vor der Reise nach Nepal ist eine Untersuchung beim Zahnarzt ratsam. Etwaige Zahnprobleme während der Reise führen unweigerlich zu Komplikationen und es gibt einige Orte, an denen ein Besuch beim Zahnarzt nicht unbedingt das erste ist, was man sich wünscht. Hinzu besteht in einem Land wie Nepal ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Ist vor Reiseantritt eine Malaria-Prophylaxe notwendig?

Neben vereinzelten Fällen, ist das Risiko in Nepal an Malaria zu erkranken relativ gering.

In Kathmandu, Pokhara oder in den Gebirgsregionen gibt es kein Malaria-Risiko. Lediglich im südlichen Gürtel Nepals, im Terai, besteht in den Monaten Juni bis August die Gefahr an Malaria zu erkranken. Und auch wenn sich der Chitwan-Nationalpark im Terai befindet, ist das Malaria-Risiko dort zum Glück sehr gering.

Grundsätzlich gilt es sich vor Moskitostichen zu schützen, eine medikamentöse Malariaprophylaxe bei kurzen Besuchen im Chitwan-Nationalpark ist allerdings nicht zwingend notwendig.

Eine medikamentöse Prophylaxe gegen Malaria empfiehlt sich für Reisen ins Terai in den warmen Monaten von April bis Oktober. Speziell in den fogenden Distrikten:

  • Dandeldhura, Kanchanpur, Kailali, Bardia und Banke ganz im Westen
  • Nawalparasi im zentralen Terai
  • Sindhuli, Mahottari und Dhanusha weiter östlich
  • Morang, Jhapa und Ilam ganz im Osten
  • Kavre östlich angrenzend an das Kathmandutal

Was gehört in die Reiseapotheke?

  • Persönliche Medikamente
  • Leichtes bis mittleres Schmerzmittel in ausreichenden Mengen (Paracetamol, Aspirin)
  • Breitbandantibiotikum
  • Mittel gegen Übelkeit, Reisekrankheit
  • Tabletten gegen Durchfall
  • Abführmittel
  • Medikamente zur Wundbehandlung
  • Erste Hilfe Material inkl. Desinfektionsmittel, Jod, Pflaster und sterile Verbände (speziell für Trekkingreisen)
    nepal.de empfiehlt: SALEWA Erste-Hilfe-Set First Aid Kit Travel*
  • Mittel gegen Erkältung, Husten und Halsweh
  • Mittel gegen Magen- und Darmbeschwerden
  • Augentropfen (gegen Bindehautentzündung bzw. gereizten Augen), Halstabletten, Nasenöl
  • Elotrans-Pulver: orale Elektrolytzufuhr, die den Salz- und Wasserverlust bei Durchfallerkrankungen ausgleicht
  • Wasserentkeimungstropfen oder -tabletten (Micropur, Certisil, Romin)
    nepal.de empfiehlt: Tabletten zur Wasserentkeimung*

Während der Reise

Maßnahmen zur Vorbeugung von Magen-Darm-Infektionen

Auf Reisen in Nepal gilt: „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es).

Das größte gesundheitliche Risiko für Reisende in Nepal sind in der Regel Magen-Darm-Infektionen. Grund dafür ist meist die Aufnahme von verschmutztem Wasser und/ oder ungewohntem Essen.

Zur Vorbeugung von Magen-Darm-Infektionen gilt es folgende Hinweise zu beachten:

  • Trinken Sie niemals Leitungswasser.
  • Zum Trinken ebenso wie zum Zähneputzen sollte nur Wasser verwendet werden, das vorbehandelt, abgekocht oder in versiegelten Flaschen abgefüllt wurde.
  • Desinfizieren Sie Leitungswasser mit einem Mittel auf Silberionen- oder Chlor-Basis (erhältlich in verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken).
  • Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen. Auf das Steak medium sollte während der Reise verzichtet werden!
  • Von Salaten oder unschälbarem Obst sollte man die Finger lassen.
  • Verzichten Sie auf den Genuss von Eis, offenen Fruchtsäften oder offener Milch.

Höhenkrankheit

Trekkingreisen in Nepal führen nicht selten in Höhen über 5.400 m. Gerade in den Gebieten rund um die Annapurnas und den Everest. Der Körper braucht in diesem Fall ausreichend Zeit, sich an die Höhe zu gewöhnen und anzupassen. Empfohlen wird beispielsweise auch die Mitnahme von Kräutertee, um den Körper bei der Höhenanpassung zu unterstützen.

Wichtig ist, dass Reisende ihren Guide frühzeitig von ihren Beschwerden berichten, damit dieser entsprechend darauf reagieren kann.

Schutz vor schmerzhaftem Sonnenbrand

Schützen Sie sich mit Hilfe eines Sonnenhuts und einer Sonnenbrille vor einem Sonnenbrand. Gerade im Hochgebirge sollten Sie auch Ihre Haut zusätzlich mit Sonnenschutzcremes oder -lotions mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 20 schützen. Bei besonders empfindlicher Haut sollte die Wahl auf einen LSF von mindestens 25 fallen.

Die Lippen können dank eines speziellen Sunblock-Stiftes (LSF ab mindestens 20) geschützt und ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden.

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