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Bevölkerung und Ethnien in Nepal

Neben vielen migrierten Bevölkerungsgruppen, sind es die Newar, Sunwar, Tharu, Rai und Limbu (Kiranti), die als Ur-Nepalesen bezeichnet werden können. Diese tibeto-mongolischen Ethnien sind früh im heutigen Nepal angekommen und haben das Land nachhaltig geprägt.

Die Newar – Ureinwohner des Kathmandu-Tals

Newar-Dame am Spinnrad
Newar-Dame am Spinnrad

Inzwischen leben viele der Newar nicht mehr im Kathmandu-Tal, sondern in einem der Basarorte in den subtropischen Flusstälern, die sie mitbegründet haben.

Je nach Region, sind die Newar auf bestimmte Berufsbereiche spezialisiert. In Bhaktapur sind sie als fleißige Reis- und Gemüsebauern bekannt, in Patan liegt der Fokus auf dem Handwerk und in Kathmandu sind die meisten Newar begabte Händler. Bekannt sind die Newar auch für ihre traditionelle Architektur, die mit würfelförmigen Häusern aus kleinen Backsteinen, mit geschnitzten Holzfenstern ein nicht zu übersehendes Kennzeichen dieses Volkes ist.

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Newar-Dorf Bungamati
Newar-Dorf Bungamati

In der Regel sind die Newar eher dunkelhäutig und sprechen mit der Sprache „Newari“ einen wohlklingenden tibeto-birmanischen Dialekt. Vor allem in ländlichen Siedlungen sprechen viele Newar kein Nepali, sondern nur Newari.

Die Sunwar – Begabte Korbflechter

Die Sunwar leben in Ostnepal, zwischen Arun und Tamur. Ihre eigene Sprache ging über die Zeit verloren, heute sprechen sie Nepali und zeigen ihre Geschicklichkeit beim Flechten von Körben.

Wichtig zu wissen: Die Sunwar sind nicht mit der Goldschmiedekaste „Sunar“ zu verwechseln.

Die Tharu – Eine matriarchalische Gesellschaft

Frauen in Chitwan beim Aussortieren der Reiskörner
Frauen in Chitwan beim Aussortieren der Reiskörner

Mit dem Tiefland des Terai haben die Tharu an der Grenze zu Indien ihre Heimat gefunden. Eine matriarchalische Gesellschaft, in der die Frauen im Vergleich zu anderen Frauen in Nepal das Recht auf Scheidung.

Nachdem die Tharu lange Zeit überwiegend als Jäger und Fischer in den Salwäldern unterwegs waren, arbeiten sie heute als Bauern.

Um der Hitze im Terai zu trotzen, haben sie den Baustil ihrer Häuser optimiert. Häuser aus Holz, Bambus und Lehm werden mit Elefantengras oder Ziegeln gedeckt. Der Bau auf Pfählen sorgt für Schutz von Überschwemmungen, Insekten und anderen, ungebetenen tierischen Gästen.

Wichtig zu wissen: Gegen Malaria sind die Tharu immun geworden.

Die Rai – Reisbauern und enorm starke Träger

Im Osten Nepals, zwischen Solukhumbu und Arun, leben die Rai auf einer Höhenlage über 1.500 m. Die Rai sprechen viele lokale Dialekte, sind in verschiedene „Clans“ unterteilt und haben sich hier auf den Anbau von Reis spezialisiert. Zudem sind sie, dank ihrer kräftigen Statur, äußerst starke und strapazierfähige Träger für Trekkingreisen in Nepal.

Der Hinduismus der Rai ist stark schamanistisch und animistisch geprägt. Verstorbene werden jedoch in der Regel begraben.

Die Limbu – Reisbauern am Fluss Arun

Die Limbu sind östlich des Flusses Arun in bunt bemalten Pahari-Häusern angesiedelt, sprechen eine tibeto-birmanische Sprache und sind auf den Reisanbau spezialisiert. Sie sind als impulsive Heißsporne verschrien; ein Urteil, das lange nicht auf alle Limbu zutrifft.

Auch wenn die Limbu hinduistischen Glaubens sind, werden Verstorbene, so wie auch bei den Rai, begraben. Viele Rai und Limbu gehören den Gurkha-Regimentern der britischen und indischen Armee an.

Die Gurung – Gläubige Buddhisten mit hinduistischen Verhaltensweisen

Die Gurung leben südlich des Gurkha- und Annapurna Himal in beachtlichen Häusern und haben ihre eigene tibeto-birmanische Sprache entwickelt. Selbstgebaute Steintreppen führen hier über die steilen Wegabschnitte.

In ihren Dörfern bauen die Gurung auf Höhenlagen über 1.500 m Mais, Hirse, Weizen und Kartoffeln an. Und auch wenn sie Buddhisten sind, haben sich auch bei den Gurung einige Verhaltensweisen aus dem Hinduismus etabliert,

Einige der nepalesischen Träger, die Reisende auf ihrer Trekkingreise begleiten, stammen aus dem Volk der Gurung. Zudem sind die Gurung bei den Briten und Indern als Gurkha-Soldaten sehr beliebt.

Die Tamang – Eine der größten tibeto-mongolischen Ethnien Nepals

Tamang-Dorf: neugierige Blicke auf beiden Seiten
Tamang-Dorf: neugierige Blicke auf beiden Seiten

Die Tamang leben als eine der größten tibeto-mongolischen Ethnien Nepals südlich des Ganesh Himal, südlich von Kathmandu auf den Hügelkämmen und im Helambu. Hier bauen die Tamang als Bergbauern überwiegend Mais, Hirse, Gerste und Weizen an.

Die schätzungsweise über 350.000 Tamang leben in meist größeren Dorfgemeinschaften auf Höhen von 1.500 m als Lamaisten, mit vielen eigenen Klöstern. In ihrer gelebten Religion spielt auch der Schamanenkult eine große Rolle.

Tamang-Frauen bei der Handarbeit
Tamang-Frauen bei der Handarbeit

Die Tamang sprechen ihre eigene Sprache „Rangitam“, die mit dem Tibetischen verwandt ist. Zusätzlich werden in manchen Regionen ihrer Siedlungsgebiete auch Dialekte gesprochen, die sich so stark unterscheiden, dass sich manche Tamang in Nepali verständigen müssen.

Als zuverlässig und stark geltende Begleiter, werden die Tamang oft als Träger für Trekkingtouren engagiert. Auch als Koch oder Bergführer (Sirdar) begleitet manch einer der Tamang eine Trekkingreise.

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Die Bhotia – Spezialisten im Tauschhandel zwischen Tibet und dem subtropischen Nepal

Die Bhotia (Nepali: Bhot = Tibet, in Indien auch „Bhutia“ genannt) entstammen einer tibetanischen Volksgruppe, die seit Jahrhunderten im Inneren Himalaya meist in Flachhäusern leben.

Bei den Bhotia gibt es verschiedene Untergruppen: Humlapa, Muguli, Dolpopa, Lhopa, Manangbhot, Samabhot (oder Röpa), Langtangbhot, Lhomi.

Bei der Sprache der Bhotia handelt es sich um tibetische Dialekte. Neben dem Anbau von Gerste und Kartoffeln, halten die Bhotia Yaks, Ziegen und Schafe. Und dennoch können sich die Bhotia aufgrund der recht kargen Felder nicht ausreichend Nahrung erwirtschaften. Daher sind sie auf den Tauschhandel zwischen Tibet und dem subtropischen Nepal angewiesen. Einer der Hauptgründe dafür, warum sich die Bhotia die Hälfte des Jahres mit ihren Yak-Karawanen auf Handelsreise befinden.

Da die Bhotia Lamaisten sind, finden sich in ihren Dörfern und Siedlungen einige alte Klöster. Aber auch der vorbuddhistische Bön-Glaube ist in abgelegenen Tälern teilweise noch immer zu finden.

Die Thakali – Betreiber einiger Lodges zwischen Dhaulagiri und Annapurna

Bei den Thakali handelt es sich um einen tibeto-mongolischen Stamm, der im Kali Gandaki-Tal zwischen Dhaulagiri und Annapurna lebt. Sie sprechen eine tibeto-birmanische Sprache und leben den Lamaismus.

Jahrhunderte lang haben die Thakali den Handel mit tibetischem Salz dominiert, das sowohl bei den Indern als auch bei den Nepali äußerst gefragt war. Nach der Grenzschließung 1959 ist der Handel mit Salz nahezu komplett eingebrochen.

Heute heißten die Thakali zahlreiche Trekkingreisende in ihren Lodges willkommen, denn das aride Hochtal beeindruckt durch riesige Karawansereien in Tukuche und große Obstplantagen im gepflegten Dorf Marpha.

Die Sherpa – Starke Hochträger bei Expeditionen

Junge Sherpani im Helambu
Junge Sherpani im Helambu

Die Sherpa gehören wahrscheinlich zu den bekanntesten, aber auch zu den kleinsten Volksstämmen in Nepal. Vor ca. 500 Jahren sind die Sherpa aus Osttibet in das heutige Solukhumbu und Helambu eingewandert. Hier haben sie seit jeher Gerste sowie Kartoffeln angebaut und sich zu fleißigen Viehzüchtern entwickelt. Bei der Sherpa-Sprache handelt es sich um einen osttibetanischen Dialekt.

Die Bekanntheit der Sherpa ist darauf zurückzuführen, dass sie die Expeditionen zur Erkundung und Besteigung der Himalaya-Gipfel seit Beginn begleiten. Während genau dieser Zeit sollen die Sherpas nahezu Unglaubliches geschaffen haben. Inzwischen gilt „Sherpa“ daher als Berufsbezeichnung und beschreibt die Hochträger bei Expeditionen, die das Gepäck vom Basislager bis zu den Hochlagern transportieren. Zudem sorgt ein Sherpa oft auch für das leibliche Wohl und unterstützt die Reisenden beim Aufstieg.

Tenzing Sherpa
Tenzing Sherpa

Nicht jeder „Sherpa“ stammt heute zugleich auch aus dem Volk der Sherpa. Heute sind es neben richtigen Sherpas auch Tamang, Gurung, Magar, Bhotia und Rai. Einige Sherpa verlassen auch das Solukhumbu, um in Kathamdu eine Trekkingagentur bzw. ein Reisebüro zu betreiben. Und auch wenn sie sich dem Glauben der Lamaisten und ihren Traditionen verschrieben haben, sind sie offen gegenüber den Verdiensten der Moderne.

Die Tibeter – Tibet

Ein Überfall der chinesischen Armee auf den tibetanischen Staat veranlassten nach 1959 viele Tibeter dazu, nach Nepal auszuwandern. Heute haben sich die meisten davon im Kathmandu-Tal und rund um Pokhara niedergelassen.

Noch heute suchen viele Tibeterinnen und Tibeter Zuflucht in Nepal, was die zunehmenden Einflüsse aus der tibetanischen Kultur und des tibetanischen Buddhismus („Lamaismus“) in Kathmandu begründet.

Punjabi und Kaschmiri – Einwanderungswelle von Punjabi (Sikh) und Kaschmiri

Aufgrund stetiger politischer Unruhen im Punjab und in Kaschmir haben einige Punjab (Sikh) und Kaschmiri vor allem im Kathmandu-Tal und in Pokhara Zuflucht gesucht und gefunden. Hier haben sie sich als engagierte Geschäftsleute etabliert.

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