Gesundheit

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Tipps zu gesundheitlichen Problemen und Risiken während Ihrer Reise durch Nepal geben. Diese Informationen beruhen auf der langjährigen Erfahrung unserer Reisespezialisten und sollen nur als erster Überblick gelten. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Da sich die gesundheitliche Situation im Land sehr schnell ändern kann, und die persönliche Gesundheit des Einzelnen mit entscheidend ist, ist nur ein Arzt in der Lage, Sie umfassend und kompetent zu beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit von Nöten ist, bis die Immunisierung ihre volle Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Im Großen und Ganzen ist Nepal in Sachen Gesundheit ein recht sicher zu bereisendes Land. Vereinzelt sind in einigen Gebieten verschiedene Tropenkrankheiten anzutreffen. Zur Vorbeugung können daher verschiedene Schutzmaßnahmen, wie z.B. Impfungen notwendig sein. Die Gebirgsregionen sind davon jedoch ausgenommen. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten, diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären. Bitte beachten Sie dazu auch die nachfolgenden Gesundheitsempfehlungen.

Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen, zugezogen durch verschmutztes Wasser und / oder ungewohntes Essen. Vor allem der Genuss von rohen oder nicht richtig durchgegarten Nahrungsmitteln, von ungewaschenem Obst und Gemüse, das Trinken von offener Milch, von frischen Fruchtsäften und vor allem das Essen von Eis sind die größten Risikofaktoren. Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen. Dasselbe gilt auch für das Zähneputzen!

Als kleine Eselsbrücke sollte Ihnen außerdem die alte Globetrotter-Regel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiß es) gelten. Also auch wenn es schwerfällt: Salate oder unschälbares Obst sollten während der Reise nicht auf dem Speiseplan stehen.




Vor der Reise

Bitte besuchen sie einige Wochen vor der Reise ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen und es gibt einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das Letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.



Impfungen

Der Besitz eines internationalen Impfausweises ist keine Vorschrift für die Einreise, allerdings ist die Mitnahme dessen sicherlich kein Nachteil. Bitte überprüfen Sie, ob Sie die üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wären Impfungen gegen Hepatitis A und ggf auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Impfungen gegen Tollwut, Typhus, Japanische Enzephalitis und Gelbfieber (nur bei Einreise aus einem Risikoland vorgeschrieben) sind nicht zwingend erforderlich und sind lediglich bei längeren Aufenthalten empfehlenswert. Lassen Sie sich dazu bitte von Ihrem Arzt beraten.



Malaria

Auch wenn schon Fälle gemeldet wurden, ist das Risiko einer Malaria-Erkrankung für Touristen in Nepal sehr gering. Es gibt kein Malaria-Risiko in Kathmandu, Pokhara oder in der Gebirgsregion. Malaria kommt lediglich im südlichen Gürtel Nepals (im Terai) vor und das größte Risiko besteht in den Monaten Juni bis August. Obwohl sich der Chitwan-Nationalpark auch im Terai befindet, ist das Risiko einer Malaria-Erkrankung dort glücklicherweise außerordentlich gering (kein uns bekannter Fall in den letzten 20 Jahren bei vielen hunderttausend Besuchern). Wir empfehlen, dass Sie sich vor Moskitostichen schützen, halten aber eine medikamentöse Malariaprophylaxe bei kurzen Besuchen im Chitwan-Nationalpark für nicht notwendig.

Eine medikamentöse Prophylaxe gegen Malaria empfiehlt sich für Reisen ins Terai in den warmen Monaten von April bis Oktober, speziell in den Distrikten Dandeldhura, Kanchanpur, Kailali, Bardia und Banke ganz im Westen; Nawalparasi im zentralen Terai; Sindhuli, Mahottari und Dhanusha weiter östlich; Morang, Jhapa und Ilam ganz im Osten; und Kavre östlich angrenzend an das Kathmandutal.



Vorschläge für die Reiseapotheke

  • leichtes bis mittleres Schmerzmittel in ausreichenden Mengen (Paracetamol, Aspirin)
  • Breitbandantibiotikum
  • Mittel gegen Übelkeit, Reisekrankheit
  • Tabletten gegen Durchfall und ebenfalls Abführmittel
  • Medikamente zur Wundbehandlung
  • gegen Erkältung, Husten und Halsweh
  • gegen Magen- und Darmbeschwerden
  • Augentropfen (gegen Bindehautentzündung), Halstabletten, Nasenöl
  • beim Trekking zusätzlich Erste Hilfe Material


Während der Reise

Man muß die Vorsichtsmaßnahmen nicht unnötig übertreiben, aber besonders zur Vorbeugung von Magen- und Darminfektionen sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Trinken Sie niemals Leitungswasser
  • nur vorbehandeltes, abgekochtes oder in Flaschen gekauftes Wasser trinken und zum Zähneputzen verwenden, zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis,
  • nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen essen, auf das Steak medium sollte während der Reise verzichtet werden,
  • keine Salate oder unschälbares Obst essen
  • kein Eis essen und keine offenen Fruchtsäfte oder offene Milch trinken

Des Weiteren sollten Sie sich vor Sonnenbrand schützen, z. B. durch das Tragen eines Hutes und einer Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich besonders im Hochgebirge die Benutzung von Sonnenschutzcremes oder -lotions mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr. Für die Lippen ist ein spezieller Sunblock-Lippenstift (LSF mind. 20) sinnvoll, der gleichzeitig rückfettend wirkt und raue Lippen vermeidet.




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